In vier Schritten zu 
GOTT


Zu einem Leben in der Gemeinschaft mit Gott gibt es nur einen Weg. Aber jeder Mensch wird auf diesem Weg anders geführt. Dabei haben sich die vier Schritte, die im folgenden geschildert werden, als eine hilfreiche Leitlinie erwiesen.

  1. Der Plan Gottes: Gott liebt Sie und möchte, daß Sie in ganzer enger Beziehung mit ihm leben.
  2. Das Grundproblem des Menschen: Der Mensch kann Gottes Liebe nicht erfahren.
  3. Gottes Antwort: Jesus Christus Durch Jesus Christus finden wir eine Beziehung zu Gott.
  4. Die Antwort des Menschen: Wir müssen umkehren.
  5. Ihre persönliche Antwort: Sind Sie bereit?

1.

Der Plan Gottes.

Gott liebt Sie.
Er hat Sie geschaffen und will,
daß Sie in einer engen Beziehung zu ihm leben.
Er will, daß Sie auf ihn hören.
Gott will ihnen ein erfülltes und ewiges Leben schenken.

Gott liebt Sie.

Gott liebte die Menschen so sehr, daß er seinen einzigen Sohn hergab. Nun wird jeder, der sich auf den Sohn Gottes verlässt, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben (Johannes 3,16).

Gott möchte, daß Sie ihn kennenlernen.

Jesus sagte: Ich bin gekommen, um das Leben in seiner ganzen Fülle zu bringen (Johannes 10,10).

Jesus betete: Darin besteht das ewige Leben: Die Menschen erkennen dich als den einzigen wahren Gott, und sie erkennen den, den du gesandt hast, Jesus Christus (Johannes 17,3).

Wenn Gott eine enge Beziehung zu uns haben möchte und ewiges Leben für uns bereit hält, wie ist es dann möglich, daß die meisten Menschen nichts davon wissen?

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2.

Das Grundproblem des Menschen

Die Beziehung mit Gott ist durch die Sünde des Menschen zerstört.

Was ist Sünde?

Der Sinn des Lebens ist es, in einer engen Gemeinschaft mit Gott zu leben. Der Mensch meint aber, sein Leben ohne Gott meistern zu können. Er lehnt sich gegen Gott auf oder ist Gott gegenüber gleichgültig. Die Folge ist, daß der Mensch nach seinen eigenen Maßstäben lebt und sich nicht an Gotts Gebote hält. Diese Haltung nennt die Bibel "Sünde". Die Sünde führt zu einem falschen Verhältnis zum Mitmenschen und zu sich selbst. Sie Sünde bewirkt, daß wir täglich die Gebote Gottes übertreten (z.B. 10 Gebote). Verdeckte und offensichtliche Verfehlungen im mitmenschlichen Bereich haben ihre Wurzel in der zerstörten Beziehung zu Gott.

Alle haben gesündigt und können deshalb nicht vor Gott bestehen (Römer 3,23).

Was sind die Folgen der Sünde?

Eure Sünden scheiden euch von eurem Gott (Jesaja 59,2). Die Bibel bezeichnet das als geistlichen Tod: Die Folge der Sünde ist der Tod (Römer 6,23).

Gott ist heilig. Der Mensch ist sündig. Zwischen beiden besteht eine tiefe Kluft. Der Mensch versucht durch eigenes Bemühen, durch gutes Leben, Philosophie, Religiosität oder Mitmenschlichkeit, diese Kluft zu überbrücken. Doch alle Anstrengungen sind vergeblich, weil sie das Kernproblem der Sünde nicht lösen.

Der Mensch ist von Gott getrennt
Der Mensch ist von Gott getrennt.

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Der dritte Punkt zeigt uns die Antwort auf dieses Problem: 


3.

Gottes Antwort: Jesus Christus

Jesus Christus ist Gottes Weg aus der Sünde des Menschen.
Allein durch ihn kann der Mensch die Vergebung der Sünden erfahren
und wieder eine persönliche Beziehung zu Gott finden.

Jesus Christus ist für uns Mensch geworden.

Schon die alttestamentlichen Propheten kündigten einen Retter und Erlöser an (Jesaja 9,5; Micha 5,1). Jesus ist dieser von Gott versprochene Retter und Erlöser. Er wurde Mensch, lebte auf dieser Erde und verkündigte durch sein Reden und Handeln die Herrschaft Gottes (Philipper 2,7; Markus 1,15). Er lebte ohne Sünde, das heißt in einer ständigen Gemeinschaft mit dem Vater (Hebräer 4,15; Johannes 10,30). Jesus sagte: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich (Johannes 14,6). Gott selbst hat durch sein Handeln die Kluft überbrückt, die uns von ihm trennt. Er sandte seinen Sohn Jesus Christus, der für uns starb. Dadurch können wir jetzt Vergebung und einen echten Neuanfang erfahren.
Jesus, der einzige Weg zu Gott
Jesus, der einzige Weg zu Gott. 

Jesus Christus starb stellvertretend für uns.

Er starb, um die Trennung zwischen Gott und den Menschen zu beseitigen. Denkt an Christus, der einmal - und das gilt für immer - für die Schuld der Menschen gestorben ist. Er, der Schuldlose, starb für die Schuldigen. Das tat er, um euch den Weg zu Gott freizumachen (1.Petrus 3,18).

Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren (Römer 5,8).

Jesus ist von den Toten auferstanden.

Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen (Apostelgeschichte 2,32). Seine Auferstehung bestätigt:

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Diese drei Punkte nur zu kennen, reicht nicht aus...


4.

Die Antwort des Menschen

Wir können Gemeinschaft mit Gott finden,
wenn wir umkehren, unsere Sünden lassen und
Jesus Christus als unseren Herrn und Erlöser annehmen.

Die neue Beziehung zu Gott ist Gottes Geschenk an uns. Wir erleben die Gemeinschaft mit Gott, wenn wir erkennen, daß wir Sünder sind und wir bereit sind, umzukehren, um uns die Sünden vergeben zu lassen und um ein neues Leben in der Abhängigkeit von Jesus Christus zu beginnen.

Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! (Matthäus 3,1) Mit diesen Worten rief Johannes der Täufer die Menschen zur Umkehr auf, um ihnen den neuen Weg zur Gemeinschaft mit Gott zu weisen.

Kehrt um, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden .. (Apostelgeschichte 2,38) Das war die Botschaft, mit der der Apostel Petrus die jüdischen Zuhörer aufforderte, an den Messias und Erlöser Jesus zu glauben.

Ihr habt euch von den Götzen abgewendet und dient nun Gott (1Thessalonicher 1,9) Auf diesen wichtigen Sachverhalt wies der Apostel Paulus hin, als er die konsequente Hingabe der Christen in Thessalonich lobte.

Eine entschiedene Kehrtwende und konsequente Neuorientierung im Leben sind notwendig, um in eine neue Beziehung mit Gott zu treten, und um die Vergebung der Schuld und Sünde zu erfahren. Es geht darum zu erkennen, daß man nicht wie bisher leben kann [ 1 ]. Wer bereit ist, sich neu zu orientieren, um sein Leben der Herrschaft von Jesus Christus zu unterstellen, der darf wissen, daß er von IHM mit offenen Armen empfangen wird.

Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, allen, die an seinen Namen glauben (Johannes 1,12).

An Jesus zu glauben bedeutet:

Jesus Christus spricht: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, bei dem will ich eintreten (Offenbarung 3,20). Es genügt nicht, diesen Aussagen nur gedanklich oder gefühlsmässig zuzustimmen. Ein bewusstes "Ja" dazu ist notwendig und die notwendigen praktischen Konsequenzen, wie die folgende Zeichnung deutlich macht...

Hier werden zwei Lebenseinstellungen gezeigt:
Das ich im Mittelpunkt
Das Ich im Mittelpunkt des Lebens

Dieser Mensch bestimmt sein Leben selbst, auch wenn er sich vielleicht als Christ bezeichnet. Christus ist am Rande oder ausserhalb seines Lebens. Die Punkte stellen Lebensbereiche dar wie Freundschaften, Ehe, Sexualität, Beruf, Geld und Freizeit. Diese werden vom "Ich" beherrscht, was oft zu Unzufriedenheit, Enttäuschung und Sinnlosigkeit führt.

Jesus im Mittelpunkt
Jesus Christus im Mittelpunkt des Lebens

Das Leben dieses Menschen wird von Christus bestimmt, weil er umgekehrt ist. Er hat im Vertrauen Gottes Vergebung angenommen hat und Christus jeden Bereich seines Lebens unterstellt. In dieser engen Gemeinschaft mit Gott erfährt ein Mensch zunehmend ein sinnerfülltes Leben.


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Im folgenden erklären wir Ihnen, wie Sie ein Leben mit Jesus Christus im Mittelpunkt beginnen können:


Sie können jetzt Ihr Leben bewußt Jesus Christus anvertrauen.

Dies ist ein entscheidender Schritt für Ihren geistlichen Neuanfang und Ihre Umkehr zu Gott. Gott kennt Sie. Ihm kommt es nicht auf gut formulierte Worte an, sondern auf Ihre ehrliche Einstellung. Folgendes Gebet ist eine Möglichkeit, um Ihr Vertrauen zu Gott auszudrücken und Ihrem Leben eine neue Ausrichtung zu geben:

Entspricht dieses Gebet Ihrem aufrichtigen und ehrlichem Verlangen?

Wenn ja, dann können Sie es jetzt zu Ihrem eigenen Gebet machen, und Jesus wird so, wie er es versprochen hat, in Ihr Leben kommen. Jesus ermutigt uns: Bittet, dann wird euch gegeben, suchet, dann werdet ihr finden, klopfet an, dann wird euch geöffnet (Matthäus 7,7 ) ! Möchten Sie das tun?


Was geschieht, wenn Sie umkehren und Ihr Leben Jesus Christus anvertrauen?

Neues Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes

Gott der Heilige Geist ist heute am Wirken. Er befähigt uns zu glauben und schenkt uns neues Leben. Das Leben des Christen ist ein Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes. Er hilft uns, die Bibel zu verstehen und zu beten. Er schenkt uns Liebe zu Gott und den Mitmenschen.

Gewissheit des ewigen Lebens in Gemeinschaft mit Gott

Gott hat uns ewiges Leben gegeben, und wir erhalten dieses Leben in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Das habe ich euch, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt, geschrieben, damit ihr wisst, daß ihr das ewige Leben habt (1.Johannes 5,1).

Praktische Hinweise für ein Leben mit Christus

Das christliche Leben ist ein Wachstumsprozess. Ihre Beziehung zu Christus vertieft sich, wenn Sie ihm in den Einzelheiten Ihres Lebens immer mehr vertrauen lernen. Dazu einige Ratschläge:

  1. Versuchen Sie Ihr Leben als Christ nicht aus eigener Kraft zu leben, sondern leben Sie fröhlich und zuversichtlich aus der Kraft des Heiligen Geistes. Nehmen Sie täglich die Vergebung in Anspruch, die Ihnen in Jesus Christus zugesprochen ist.


  2. Machen Sie Ihren Glauben nicht abhängig von Ihrem Temperament, Ihren Gefühlen und wechselvollen Erfahrungen. Diese sind nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist die Verheissung Gottes in seinem Wort. Der Christ lebt im Glauben.


    Die Zeichnung soll das Verhältnis zwischen Gottes Wort (in der Bibel), Glaube (unser Vertrauen in Gott und sein Wort) und Gefühl (eine Folge von Glauben und Gehorsam) veranschaulichen.
    1. Wort, 2.Glaube, 3.Gefuehl
    Auf die richtige Reihenfolge kommt es an!

    Ein Zug wird von der Lokomotive gezogen, nicht vom Anhänger. Setzen Sie Ihr Vertrauen auf die Glaubwürdigkeit Gottes und die Zusagen in seinem Wort, der Bibel.


  3. Lesen Sie täglich einen Abschnitt aus der Bibel. Beginnen Sie zum Beispiel mit dem Johannesevangelium. Nehmen Sie dazu eine Bibellesehilfe zur Hand.


  4. Beginnen und schliessen Sie den Tag mit einem Gebet. Bleiben Sie im Gespräch mit Gott. Jede Freundschaft will gepflegt werden, auch die Gemeinschaft mit Gott.


  5. Christsein ist keine Privatsache. Suchen und pflegen Sie den Kontakt mit anderen Christen.


  6. Behalten Sie Ihren Glauben nicht für sich, sondern lassen Sie andere Menschen an Ihrem neugefundenen Leben mit Christus teilhaben.


  7. Setzen Sie die Gaben, die Gott Ihnen gegeben hat, für das Wohl anderer Menschen ein. Denn Glaube und Liebe sind eine Einheit.


Fussnoten

[ 1 ]
Die Kehrtwende beschreibt z.B. Johannes der Täufer mit folgenden Worte (Lukas 3,11ff):

Und die Volksmengen fragten ihn und sprachen: Was sollen wir denn tun? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Unterkleider hat, teile dem mit, der keins hat; und wer Speise hat, tue ebenso! Es kamen aber auch Zöllner, um getauft zu werden; und sie sprachen zu ihm: Lehrer, was sollen wir tun? Er aber sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch bestimmt ist! Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und wir, was sollen wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt, und erpreßt niemanden, und begnügt euch mit eurem Sold!

Der Apostel Paulus fomuliert die Neuorientierung so (Epheser 4,31ff):

"Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit! Seid aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat! Seid nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder! Und wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Opfergabe und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch! Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht sollen nicht einmal unter euch genannt werden, wie es Heiligen geziemt; auch Unanständigkeit und albernes Geschwätz und Witzelei, die sich nicht geziemen, statt dessen aber Danksagung. Denn dies sollt ihr wissen und erkennen, daß kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger - er ist ein Götzendiener - ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes. Niemand verführe euch mit leeren Worten! Denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Seid also nicht ihre Mitteilhaber! Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts - denn die Frucht des Lichts in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit."

Eine Neuorientierung bedeutet auch, daß die christliche Gemeinschaft oberste Priorität hat. Der wöchtentliche Gottesdienstbesuch, die regelmäßige Teilnahme am Abendmahl und an den weiteren gemeindelichen Zusammenkünften unter der Woche sind deshalb eine Selbstverständlichkeit. (vgl. Apostelgeschichte 2,42 "Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten.")

[ Anfang]


Text und Bilder entnommen aus "Gott persönlich kennenlernen", Campus für Christus
Übernommen und leicht geändert by EFG-Hohenstaufenstr.de
Dieses Papier ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch bestimmt.
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Ins Netz gesetzt am 15.02.2002; letzte Änderung: 17.04.2007
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